Anne-Frank-Tage – meine, deine, unsere Geschichte?

Vom 10. – 19.  Juni 2026 nahm unsere Schule am bundesweiten Anne-Frank-Tag (aufgrund des Blockunterrichts bei uns waren es mehrere Anne-Frank-Tage) teil. Diese Tage richten sich gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung und laden Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart ein.

 

Aus diesem Anlass wurde eine Ausstellung gezeigt, die in einfacher Sprache einen Zugang zum Leben von Anne Frank und zu wichtigen Themen wie Erinnerungskultur, Menschenrechten und Zivilcourage bot. Viele Klassen des BQ-Bereichs wie auch Ausbildungsklassen besuchten die Ausstellung und setzten sich intensiv mit den Inhalten auseinander.

 

Eine Klasse der Baugeräteführer hatte schon im Mai ein Mitglied der Stolperstein-AG Neunkirchen eingeladen, um etwas zu der Arbeit und insbesondere den Recherchemöglichkeiten dieser AG zu erfahren. Diese Klasse hat später tatkräftig geholfen, Stolpersteine in der Stadt Neunkirchen zu verlegen.

 

Am TGSBBZ Neunkirchen wurde auch das digitale Ausstellungsmaterial genutzt, das in mehreren Sprachen zur Verfügung stand, sowie die Anne-Frank-Zeitung. Die Anne Frank Zeitung rückte u.a. das Leben von Margot Frank, der Schwester von Anne Frank, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag begangen hätte, ins Zentrum. Insbesondere das Verbot einer Mitgliedschaft von Jüdinnen und Juden in einem Sportverein ab 1941 beschäftigte die Schüler sehr.  Margot Frank als begeisterte und erfolgreiche Rudererin war auch davon betroffen. Eine Klasse übertrug das ins Heute: „Das wäre ja so, als würden unsere Kollegen, die muslimischen Glaubens sind, im Fußball- oder Basketballverein nicht mehr gemeinsam mit uns trainieren können. Das ist ja völlig asozial.“

 

Die Geschichte von Anne und Margot Frank ist keine Geschichte der Vergangenheit. Sie berührt uns auch heute und lädt ein, Stellung zu beziehen.